Zusammenarbeit2019-05-14T18:52:11+00:00

Die Zusammenarbeit

Mit der Begründung der Karl Schubert Schule in Wien gab es unter den Mitarbeitern ein großes Bedürfnis zur Zusammenarbeit der wenigen bestehenden Einrichtungen. Der Kontakt Wurzerhof – Karl Schubert Schule – neu zu begründende Camphill-Einrichtung wurde in Arbeitstreffen 2 – 3 mal im Jahr gesucht. Man half sich gegenseitig mit seinen Erfahrungen und pflegte anthroposophische Grundlagenarbeit. Wie bei jeder Initiative, musste auch hier immer wieder neu erkannt werden, dass trotz der vielen Arbeit oder gerade deswegen ein Austausch und Grundlagenarbeit wesentlich ist. Mit neuem Anlauf, Namensgebung und auch wieder Namensänderungen konnten die neuen Einrichtungen willkommen geheißen werden. Für diese war es besonders wertvoll, da schon eine regelmäßige Zusammenarbeit und damit verbundener Hilfestellung vorhanden war. Durch das stete Wachsen der Bewegung wurde beschlossen nominierte Delegierte in den Kreis zu senden. Mit dem Zusammenschluss der Waldorfschulen inklusive der Heilpädagogischen Schulen, der Waldorfkindergärten, der Sozialtherapien und der Erwachsenenbildungseinrichtungen zu dem Verein „Freie Bildungsstätten auf anthroposophischer Grundlage in Österreich“ 1981 bekam der Arbeitskreis ein neues Gewicht und konnte einen Delegierten als Vorstandsmitglied in den Österreich weit wirkenden Verein entsenden. Es gab nach wie vor 3 mal jährlich die Arbeitstreffen in denen Themen wie Ausbildung, Qualitätsentwicklung, Verbindung zum Goetheanum, Gesamtauftritt der Heilpädagogen und Sozialtherapeuten (Gemeinsame Broschüre) usw. die Delegierten beschäftigten. Im Zuge der immer komplexer werdenden Aufgaben bildeten sich aus dem Kreis weitere, wie der Ausbildungskreis und der Kreis für Qualitätsentwicklung mit „Wege zur Qualität“. Der Kontakt zur Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie in Dornach wurde durch Delegierte aus dem Arbeitskreis wahrgenommen. Der Name AHST (Arbeitskreis Heilpädagogik/ Sozialtherapie) wurde geprägt und zuletzt waren 8 Sozialtherapien und 3 Heilpädagogische Schulen Mitglieder.

Das immer stärker werdende Bedürfnis der Waldorfschulen eine eigene Plattform wie den Bund der Waldorfschulen in Deutschland zu haben sowie die Gründung der „Akademie für anthroposophische Erwachsenenbildung“ und damit der Austritt der Erwachsenenbildung aus den Freien Bildungsstätten bewog nun auch mehr oder weniger freiwillig die Sozialtherapeuten sich neu aufzustellen. Das rechtliche Dach ging ja verloren und so entschloss man sich mit einmaliger finanzieller Unterstützung der sich auflösenden Freien Bildungsstätten einen österreichischen Dachverband für Heilpädagogik und Sozialtherapie zu gründen. Bei der Gründungsmitglieder-versammlung von PlatO, der Plattform anthroposophischer therapeutischer Organisationen in Österreich (der Name wurde bewusst auch wegen der eingängigen Abkürzung gewählt) am 6. November 2008 in Camphill Liebenfels wurden Christine Thomas als 1. Vorsitzende, Renate Chwatal als Kassierin und Ulrike Wenninger als Schriftführer bestätigt. Zur Gründung waren insgesamt 8 Einrichtungen vertreten. Es gibt nun regelmäßig zwei Arbeitstreffen im Jahr in verschiedenen Mitgliedseinrichtungen verbunden mit einem Fortbildungsteil.

PlatO veranstaltete 2011 anlässlich Rudolf Steiners 150. Geburtstag den
5. Europäischen Kongress für Menschen mit Behinderungen „In der Begegnung leben – Spurensuche“ in Wien mit über 600 meist zufriedenen und glücklichen Teilnehmern aus vielen Teilen der Welt. Ferner initiiert und unterstützt PlatO seit 2012 die jährlich stattfindende inklusive Michaelitagung, die von Menschen mit Behinderungen, Mitarbeitern der Einrichtungen, Angehörigen und Interessenten besucht werden.

Die mittlerweile 8. Michaelitagung findet vom 27. – 29. September 2019 im Mariazeller Land /Sigmundsberg statt.Mittlerweile findet die 8.Michaelitagung vom27. – 29. September 2019 im Mariazeller Land /Sigmundsberg statt. Seit 2013 bietet PlatO auch eine anthroposophische Fort- und Weiterbildung in 8 Modulen zur Vertiefung des sozialtherapeutischen Ansatzes für Fachkräfte ohne anthroposophische Ausbildung an. Zum jetzigen Zeitpunkt 2019 hat PlatO  15 Mitgliedseinrichtungen.

Seit 2013 bietet PlatO auch eine anthroposophische Fort- und Weiterbildung in 8 Modulen zur Vertiefung des sozialtherapeutischen Ansatzes für Fachkräfte ohne anthroposophische Ausbildung an. Zum jetzigen Zeitpunkt 2019 hat PlatO 15 Mitgliedseinrichtungen.